Unser Körper ist kein Dauerverbraucher. Er ist auf Rhythmus ausgelegt. Auf Phasen der Nahrungsaufnahme – und auf Phasen der Pause. Doch genau diese Pausen sind in unserem Alltag selten geworden.
Wir essen nebenbei, unterwegs, zwischendurch. Dabei sind Essenspausen kein Verzicht, sondern eine wichtige Voraussetzung dafür, dass unser Organismus seine natürlichen Regulationsmechanismen überhaupt entfalten kann. Erst wenn wir dem Körper Zeit geben, nicht zu verdauen, kann er sich neu ordnen – und wir lernen wieder, seine Signale klar zu unterscheiden. Gerade jetzt mit Blick auf den Frühling ist das ein guter Moment, diesen Rhythmus bewusst zu stärken.
Ein erster Impuls: Lassen Sie Ihrem Körper wieder Pausen. Beginnen Sie mit etwa zwölf Stunden Esspause über Nacht. In dieser Zeit darf der Blutzuckerspiegel sinken. Und genau dann spüren Sie wieder echten Hunger. Das ist kein Notfall, sondern ein wichtiges biologisches Signal.
Zweiter Impuls: Essen Sie langsamer. Unser Gehirn braucht ungefähr 15 bis 20 Minuten, bis Sättigung bewusst wahrgenommen wird. Wer hastig isst, übergeht diese Rückmeldung – und nimmt häufig mehr Energie auf, als tatsächlich benötigt wird.
Und drittens: Prüfen Sie Ihren Durst. Häufig ist das vermeintliche Hungergefühl schlicht Flüssigkeitsmangel. Ein Glas Wasser kann hier oft schon Klarheit bringen.
Fasten bedeutet nicht Verzicht. Es bedeutet, den Signalen des eigenen Körpers wieder zuzuhören.