"Essen und Trimmen - beides muss stimmen!"
"Essen und Trimmen - beides muss stimmen!"
Experten empfehlen fünfmal pro Woche 30 Minuten körperlich aktiv zu sein. Auch Radfahren, Treppensteigen und Spazierengehen zählen dazu
Zu viel Sport auf einmal ist nicht gesund – für niemanden
Sport ist gesund – aber nur in gewissen Maßen. Besser als ein gelegentlicher, exzessiver Work-out ist regelmäßige körperliche Aktivität. "Es gibt das geflügelte Wort 'Sport ist Mord und Breitensport ist Massenmord'. Da ist sicher etwas dran, weil es viele Menschen beim Sport deutlich übertreiben", sagt Professor Ingo Froböse vom Zentrum für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln. In unserer Gesellschaft gebe es viele Grenzgänger, die den Sport nutzen und missbrauchen, um Grenzen zu testen oder sogar zu überschreiten. "Wenn man sich die Evolution der Aktivitätsempfehlungen anschaut, waren wir vor 10, 15 Jahren auf dem Trip: Es muss dreimal pro Woche intensiv Sport getrieben werden", erläutert Froböse. Heute entferne man sich davon. Man wisse, dass 75 Prozent der Menschen sich nicht zum Sport bewegen liessen: Sie haben keine Lust darauf, für sie ist körperliche Aktivität eine Anstrengung, die sie nicht haben wollen.
Dementsprechend gelte inzwischen die Empfehlung, mindestens fünfmal pro Woche 30 Minuten körperlich aktiv zu sein. Dabei dürfe diese körperliche Aktivität nicht nur als Sport verstanden werden, sondern beinhalte auch, mit dem Rad zur Arbeit zu fahren, mittags einen Runde spazieren zu gehen, im Garten tätig zu werden, Gelegenheiten zur Bewegung im Büro zu nutzen. Alles das ist auch körperliche Aktivität. Und eine Körperzelle weiß wirklich nicht, ob ich nun mit den Nordic-Walking-Stöcken im Wald unterwegs bin oder ob ich einfach nur auf dem Rad zur Arbeit fahre. Sie weiß nur: Mein Besitzer ist unterwegs, und dementsprechend produziert sie Energie. Es ist wie bei allen Dingen: Die Dosis macht das Gift. "Hören Sie also auf Ihren Körper und vergessen Sie nie, mal eine Pause einzulegen", rät Wissenschaftler Froböse.