"Essen und Trimmen - beides  muss stimmen!"

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„Mutter, siehst Du gut aus!“

Kölnische Rundschau, 23.10.2009

Im April hat Ingrid Bauer mit dem zwölfmonatigen Abnehm-Programm „Gesund und fit - Mein neues Leben“ unter Leitung von Professor Ingo Froböse von der Sporthochschule begonnen. Zeit für eine Zwischenbilanz im Gespräch mit Eveline Kracht.

Wie fühlen Sie sich?

Eigentlich sehr gut. Ich bin viel beweglicher geworden, selbstbewusster und insgesamt zufriedener. Bei der Hausarbeit merke ich deutlich die Kilos, die weg sind. Auch das Socken- Anziehen und Fußnägel- Lackieren geht jetzt viel leichter. Ich habe auch wieder richtig Lust, mich schick zu machen. Mir passen schon Sachen in kleineren Konfektionsgrößen.

Wie haben sich Ihre Mess-Werte verändert?

Der zweite große Gesundheitscheck, der im September war, ist gut ausgefallen. Von meinen ursprünglich 119 Kilo habe ich fast 13 abgenommen, im Schnitt also zwei Kilo monatlich. Mehr sollen es auch nicht sein, das wäre ungesund. Mein Grundumsatz hat sich von 866 auf über 1660 Kalorien fast verdoppelt, damit liege ich inzwischen im Normbereich. Auf dem Fahrrad-Ergometer trete ich mittlerweile 100, 120 Watt und mein Bauchumfang ist um zwölf Zentimeter kleiner geworden.

Also bereuen Sie nicht, den harten Kampf gegen die Pfunde aufgenommen zu haben . . .?

Nein, nein, nein (lacht). Dass ich für das Abnehm-Projekt unter Leitung von Professor Ingo Froböse ausgesucht worden bin, ist für mich nach wie vor wie ein Sechser im Lotto. Einfach toll!

Wie haben Sie Ihr Essverhalten verändert?

Ich achte drauf, dass ich abends keine Kohlenhydrate zu mir nehme, auch wenn sich das wegen unserer vielen Einladungen nicht immer machen lässt. Aber dann ess ich eben am nächsten Tag etwas weniger oder mach eine Einheit mehr Sport. Süßes esse ich nur noch direkt nach den Mahlzeiten. Zwischendurch nasche ich nicht mehr. Außerdem trinke ich zu 90 Prozent Wasser. Nur einmal am Tag gönn ich mir ein Glas Diät-Limonade, und den Tee zum Frühstück trinke ich immer ungesüßt. Beim Frühstück verzichte ich auf fette Wurst. Käse lasse ich mir im Geschäft extra dünn schneiden. Auf Light-Produkte verzichte ich, weil sie mir nicht so richtig schmecken. Mittags nehm ich meistens gar nichts mehr zu mir.

Werden Sie satt?

Ja, ich esse durchaus große Portionen, dabei vor allem mehr Gemüse und Fisch als früher.

Was treiben Sie an Sport?

Fünfmal in der Woche. Fast jeden Tag bin ich 45 bis 60 Minuten draußen zum Walken. Und wenn das Wetter zu schlecht ist, trample ich zu Hause eine halbe Stunde auf dem Fahrrad-Ergometer. Außerdem mache ich täglich Gymnastik- und Kraftübungen. Ich hab sogar schon wieder ein bisschen Tennis gespielt. In Kürze fange ich mit meinem Lebensgefährten Josef Kallrath außerdem wieder einen Tanzkurs an.

Glauben Sie, dass Sie Ihren neuen, gesünderen Lebensstil auch nach Ende des betreuten Abnehmprojekts beibehalten können?

Ich glaube schon, weil mir die Bewegung, vor allem das Walken, sehr viel Spaß macht. Und das Essen in der jetzigen Form schmeckt mir auch.

Was beflügelt Sie am meisten?

Dass mich die Leute inzwischen ansprechen, wie toll ich schon abgenommen hätte, obwohl das so viel ja noch gar nicht ist. Aber mein Körper scheint sich jetzt sichtbar zu verändern.

Wie ist die Unterstützung durch Ihre Familie?

Mein Lebensgefährte walkt seit einiger Zeit mit und orientiert sich immer mehr an meiner Essensweise. Er hat auch schon zwei Kilo abgenommen.

Und was sagt Ihr Sohn?

(lacht) Er hat gestaunt, als wir ihn zuletzt besucht haben und gesagt: „Mutter, was siehst Du gut aus!“