"Essen und Trimmen - beides  muss stimmen!"

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Mehr Bewegung in den Alltag bringen

Westfalenpost, 09.05.2011

Drei Fragen an Prof. Dr. Froböse

Übergewicht und Bewegungsmangel sorgen bei immer mehr Kindern in Deutschland für Folgeerkrankungen. Nach einer aktuellen DAK-Studie haben Rückenschmerzen und Haltungsschäden in den vergangenen zehn Jahren spürbar zugenommen. Professor Ingo Froböse von der Sporthochschule Köln startet eine Aufklärungskampagne.

Frage: 1. Ab welchem Alter treten die Probleme auf?

Froböse: Die Probleme finden sich bereits in der Grundschule, denn selbst in den ersten Klassen (1. Bis 3. Klasse) berichten schon mehr als 15 Prozent der Kinder über Rückenschmerzen. Der Höhepunkt wird im Alter von 14 bis 15 Jahren erreicht, denn in dieser Gruppe zeigen bereits mehr als 40 Prozent der Jugendlichen solche Symptome.

Frage: 2. Was kann dagegen unternommen werden?

Froböse: Kinder und Jugendliche müssen mehr körperliche Aktivität in den Alltag und den Schulbetrieb einbauen. Viel wichtiger wäre aber, dass die Alltags- und Freizeitaktivität der Kinder wieder zunimmt. Hier versagen die Schulen, aber auch die Familien, da das Thema „Gesundheit“ und vor allem „wie übernehme ich Verantwortung für mich selbst“ nicht an die Kinder herangetragen wird.

Frage: 3. Wo sehen Sie die größten Gefahren?

Froböse: Der Bewegungsmangel stellt heute wirklich das größte Problem und die Hauptursache dar. Kinder und Jugendliche bewegen sich viel zu wenig und dies mündet dann in Erkrankungen, die wir früher als „Alterskrankheiten“ bezeichnet haben: Diabetes, Fettstoffwechselstörung, Arteriosklerose, Übergewicht und eben auch Rückenschmerzen. Langfristig züchten wir uns quasi eine Generation chronisch Kranker heran.

Mit Ingo Froböse sprach Kathrin Klottka.