"Essen und Trimmen - beides muss stimmen!"
"Essen und Trimmen - beides muss stimmen!"
Kaum ist der Winter wieder vorbei, können es Millionen von Mountainbikern kaum erwarten, sich wieder in den Sattel zu schwingen. Die Beschwerdeproblematik beim Mountainbiken ist seit vielen Jahren auch durch Studien des ZfG bekannt. In einer großangelegten Befragung wurde die Bedeutung der ergonomischen Zusatzausstattung v.a. Dingen für die Frauen herausgestellt.
Mountainbiking genießt seit Jahren einen hohen Zulauf an aktiven Sportlern. Hierzu haben auch die Einrichtung von speziell ausgeschilderten Strecken und Mountainbikeparks in den deutschen Mittelgebirgen beigetragen. Dass gerade bei längeren Touren häufig Beschwerden im Bereich des Gesäß, des Rückens und der Handgelenke auftreten, ist durch vergangene Studien seit längerem nachgewiesen. Die Zubehörindustrie versucht dem mit der Entwicklung von ergonomischen Sätteln, Griffsystemen und weiterem Zubehör entgegen zu wirken. Das ZfG wollte Erkenntnisse darüber gewinnen,
1.welchen Zubehörprodukten beschwerdemindernde Wirkung zugetraut wird,
2.welche Aspekte und Produkteigenschaften bei der Beschaffung von Radzubehör im Vordergrund stehen und
3.welche Marken aktuell „in der Szene“eine dominierende Rolle spielen.Methodik:Um die Zielgruppe möglichst eng auf sportliche Mountainbiker einzugrenzen, wurde die Befragung im Rahmen eines Bike-Festivalsdurchgeführt. Insgesamt wurden 1.040 Personen befragt, deren Bewertungen komplett in dieAnalyse mit einbezogen wurden. Es wurden keine Ausschlusskriterien definiert..
Ergebnisse:
•Mountainbiker investieren in die ergonomische Ausstattung ihrerRäder; mehr als 50% geben pro Saison hierfür zwischen 100 und 500 Euro/Saison aus
•Sattel, Lenker, Griffe und Pedale werden die größten Potenzialebei der Reduktion von Beschwerden zugeschrieben
•mehr als 50% der Befragten benutzen bereits ergonomische Sättelund Radhosen; der Bereich von Lenker, Griffen und Pedalen ist deutlich unterrepräsentiert (< 35% benutzen diese Produkte)
•im Vordergrund stehen eine gute Passform, mehr Spaß beim Bikenund die Beschwerdeminderung; Preis, Optik und Material spielen eine untergeordnete Rolle bei der Auswahl
•Frauen benutzen ergonomische Sättel und Griffe deutlich häufiger als Männer
•immer wichtiger werden den Bikern Verbesserungen im Detail, wiez.B. der Verzicht auf Nähte bei enganliegenden Radhosen oder individuell anpassbare, ergonomische Rucksäcke
•Marken mit hohem Forschungs-und Entwicklungsaufwand sind im Bereich des ergonomischen Zubehörs besonders gefragt und genießen ein hohes Konsumentenvertrauen
Zusammenfassung und Fazit:
Bei den befragten Bikern handelt es sich um eine insgesamt rechtjunge Zielgruppe, die jedoch bereit ist, vergleichsweise hohe Summen für ihre Sportart auszugeben. Davon ist auch der spezielle Bereich des ergonomischen Radzubehörs nicht ausgenommen. Der vergleichsweise hohe weibliche Anteil an den Befragten könnte einen Trend bestätigen, der aus anderen Trend-und Actionsportarten bekannt ist. Auch im Surfen, Snowboarden und sogar Skateboardingist der Anteil der Frauen in den letzten Jahren gewachsen, so dass ein nicht unbeträchtlicher Marktanteil auf Produkte geht, welche gezielt für Frauen vermarktet werden.
Aus vorangegangen Studien ist bekannt, dass viele Radfahrer mit Beschwerden zu kämpfen haben. Diese Befragung zeigt, dass die Sinnhaftigkeitergonomischer Produkte in der Zielgruppe bekannt ist, die Nutzung variiert jedoch stark nach betroffenem Körperteil. Vor allem in den bekannten Problembereichen wie z.B. Gesäßund Rücken ist die Nutzung bereits jetzt sehr stark (z.T. bereits bei über 50% der Biker), demgegenüber fallen andere Produktbereiche stark ab.
Potentiale scheinen vor allem im Bereich der ergonomischen Lenker und Griffe zu liegen, deren Eignung zur Behebung von Problemen im Mittel mit „gut“bewertet wird. Allerdings nutzen vergleichsweise wenig Biker hier ergonomische Produkte. Aber auch überraschende Aussagen zu den Rucksäcken legen hier ein großes Entwicklungs-und Marktpotential nahe.
Bei weiteren Informationen kontaktieren Sie bitte:
Zentrum für Gesundheit:
Dipl. Sportwiss. Birgit Wallmann
Tel.: 0221-4982-7110
Email: info@zfg-koeln.de
Studiendurchführung:
Dipl. Sportwiss. Dirk Steines
ZentrumfürGesundheit