"Essen und Trimmen - beides  muss stimmen!"

Artikel

Das Anti-Jojo-Prinzip

wellfit.freundin.de, 28.10.2011

"Diäten scheitern meist nicht daran, dass man zuviel, sondern dass man zuwenig isst!" - so lautet die überraschende These von Professor Dr. Ingo Froböse, bekannter Gesundheitsexperte und Entwickler des Anti-Jojo-Prinzips.

Die Begründung: Führt man dem Körper auf einmal weniger Kalorien zu, als er braucht, stellt dieser auf "Hungersnot" und drosselt die Energieverbrennung. Nimmt man nach der Diät wieder mehr Kalorien zu sich, ist das Hüftgold schneller wieder da, als man gucken kann - denn der Stoffwechsel läuft trotzdem weiterhin auf Sparflamme, und das bis zu einem Jahr nach der Kalorienreduktion! Am Ende bringt man meist mehr auf die Waage als vor der Diät.

Da ist er, der Jojo-Effekt - ein wahrer Teufelskreis! Hier kommt Froböse ins Spiel: In seinem Anti-Jojo-Programm geht es darum, den Grundumsatz (d. h. den ständigen Kalorienverbrauch) des Körpers zu steigern. Dies gelingt am besten mit der Kombination verschiedener Maßnahmen:

Sport: Konditions- und Krafttraining - diese Sportformen pushen den Stoffwechsel und die Fettverbrennung. Mehr Muskelmasse erhöht überdies den Grundumsatz, da Muskeln mehr und auch im Ruhezustand Energie verbrauchen.

Keine Sorge: Der speziell für dieses Abnehm-Programm erdachte Workout-Mix lässt sich problemlos in den Alltag integrieren. Für den Muskelaufbau empfiehlt Froböse ein 15-minütiges Theraband-Training; in Sachen Ausdauersport (Nordic) Walking. Außerdem ist darauf zu achten, sich auch neben dem Sport möglichst viel zu bewegen - also immer die Treppe statt den Aufzug nehmen!

Essverhalten: Eine mit der "Anti-Jojo-Formel" auf die jeweilige Person und ihre Gewichtsklasse abgestimmte Ernährungsweise fördert den Stoffwechsel während des Programms zusätzlich. Es wird empfohlen, täglich in regelmäßigem Abstand drei normal große Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Zwischenmahlzeiten sind kontraproduktiv, da durch die damit häufigere Insulinausschüttung das Anzapfen der Fettspeicher im Körper verhindert wird.

Wichtig: Lassen Sie nie eine Mahlzeit ausfallen. Vor allem nicht das Frühstück, welches als wichtigste Mahlzeit des Tages gilt und Sie mit der nötigen Energie für den anstehenden Tag versorgen sollte. Froböse rät morgens zu kohlenhydratreicher Kost. Mittags gilt es, mit einem Misch-Gericht eine ausgewogene Nährstoffaufnahme zu sichern. Das Abendessen sollte proteinreich sein und keine Kohlenhydrate enthalten.

Generell verzichtet werden sollte auf künstlich erzeugte Lebensmittel und Geschmacksverstärker, Süßstoff, etc. sowie ungesättigte Fette (in Wurst, Käse etc.). Explizite Verbote gibt es jedoch nicht - alles eine Frage des Maßes! Wer mal mit Schoko, Eis & Co. sündigt, hält sich einfach am nächsten Tag zurück.

Entspannung: Nicht zuletzt ist es äußerst wichtig, sich regelmäßig Ruhe zu gönnen. Studien ergaben, dass ständiger Stress Körperfunktionen blockiert, Heißhunger fördert und Abnehmversuche scheitern lässt. Versuchen Sie auch, ausreichend zu schlafen (mindestens sieben Stunden). Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder autogenes Training helfen Ihnen dabei, bewusst abzuschalten.

Tipp: Aus den vorangegangenen Gründen ist es ratsam, das Anti-Jojo-Programm zu einem möglichst stressfreien Zeitpunkt zu starten - z. B., wenn Sie mal wieder ein paar Tage frei haben.

Unser Fazit: Das langsam zu steigernde Sportprogramm ist ohne weiteres machbar; abwechslungsreiche, auf das jeweilige Gewicht abgestimmte Rezepte sichern schmackhafte, befriedigende Nahrungsaufnahme - das Programm von Froböse klingt realistisch, gesund und erfolgversprechend und lässt sich ohne Probleme im Alltag durchführen. Besonders positiv ist der ganzheitliche Ansatz, der neben Sport und Ernährung auch Entspannung mit einbezieht.

Wichtig: Haben Sie Geduld! Im Rahmen des Anti-Jojo-Prinzips wird ein Gewichtsverlust von bis zu zwei Kilo pro Monat angestrebt - mehr gilt als ungesund. Nicht viel, aber wenn die Kilos dann auch wirklich fortbleiben, lohnt sich die Muße!